DIE NEUE EXPERTENSEITE

in Zusammenarbeit mit dem

 

 

und der Fachzeitschrift

 

Unser Webmaster ist ja bekanntermaßen auch freier Mitarbeiter bei obengenanntem Presseorgan. Seit 2008 gehören Beiträge aus seiner Feder zur festen Einrichtung im Inhaltsspektrum. Die hervorragendende Zusammenarbeit mit Redakteur Udo Mannek, der auch allen anderen modernen Medien gegenüber sehr aufgeschlossen ist, macht es möglich, daß Druckwerk und Internet hier zusammenfinden! Das birgt einige interessante Potentiale, die ich später noch erklären werde. Nun aber nicht lang geschwafelt, sondern rein in die Materie "Parkbahn- Basics" Teil, hier die vom Neckar- Verlag gestiftete Leseprobe:

GB1404ParkbahnBasics_1.pdf

 

Zur Auflösung des Rätsels aus unserer Berichterstattung in "Aktuelles": natürlich haben es alle Eisenbahnkundigen sofort erkannt: Schmalspurlok Anna schleppt einen Rollbock! Ein früher durchaus verbreitetes Verfahren auf Meterspur oder 750mm war es, Normalspurgüterwagen einfach "aufgebockt" weiterzuschicken, sodaß ein zeitraubendes Umladen vermieden werden konnte. Experten werden jetzt aber natürlich fragen: was nützt ein einzelner Rollbock, ein Güterwagen hat ja mindestens zwei Achsen?

Richtig! Aber dahinter steckt auch beim Vorbild komplexe Mechanik mit hohen Anforderungen an Maßgenauigkeit und Systemabstimmung, insbesondere im Bereich der Umladeanlage, der sogenannten "Rollbockgrube". Und hier das Ganze im Maßstab eins zu vier, d.h. Modellgüterwagen von ca. 200 kg Leergewicht sollen auf 7-Zoll- Parkbahanlagen geschickt werden! Das ist absolute Pionierarbeit, und da ist die Vorab-Erprobung eines einzelnen Baumusters, das zuhause auf dem Meßtisch präzise eingestellt wurde, durchaus sinnvoll. Der heutige Dauertest, lediglich mit einer aufgelgten Achse, war jedenfalls erfolgreich. Drei weitere Exemplare sind im Bau! 

Gepäckwagen und Bahnmeisterdraisine aus Sachsen, Dieselloks der Zillertalbahn und nach Gmeinder- Vorbild, dazu noch künftiger Rollbockbetrieb: Schmalspurbahnen von 750mm Spurweite sind ein sehr interessantes Gebiet für den Parkbahnmodellbau im Maßstab eins zu vier. Bei uns aber nur ein Teilbereich, genauso stark vertreten ist die Normalspur in eins zu Acht. Wir berichten demnächst über Wolfgang Rohnes 90t- Dampfkran nach Bundesbahn- Vorbild der Epoche III, auf gleicher Spur  7 1/4 Zoll!

 

Zum Einstieg ein kleines Bilderrätsel in Form einer Detailaufnahme aus der Werkstatt Rohne, Arbing: welchem Zweck dient diese merkwürdige Technologie, die hier in übler Verrenkung stehende Eisenbahnpuffer und Achslager umgibt?

Der Blick aufs Ganze zeigt: seine enorme Tragfähigkeit kann der große 90t- Schienenkran nur ausspielen, wenn er zwei auf dem Begleitwagen fahrbare Gegengewicht in Form von Betonklötzen angehängt bekommt. Das wird aber erst möglich, wenn der Kran seine Puffer seitlich, der Ballastwagen dieselben nach unten weggklappt! Verschlüsse verriegeln, einsatzklar!

 

Für die Präsentation auf dem Expertentreffen in Aßling war dann ein 1:1- Kran erforderlich, um das schwere Exponat auf sein Display- Gleis  zu hieven!

 

Nun aber zurück zu den Potentialen der "Expertenseite": während die GARBA nur vierteljährlich erscheint, können wir hier stets brandaktuell, zeitnah berichten:

 

Technische Sensation am 16.07.2017 auf der Parkbahn Neuötting: erstmals ist ein Normalspur- Güterwagen, aufgeschemelt auf Rollböcken, auf die Strecke gegangen: Erfolgreiche Premiere für den Rollbockverkehr im großen Modellmaßstab eins zu vier!

Wolfgang Rohne bei einer ersten Testrunde, vorgespannt ist die Zillertalbahn- O&K MV 8.

Das System zeigt überragende Fahreinschaften mit unerwarteter Laufruhe und bester Kippstabilität (die massiv gebauten Lafetten und der Güterwagen stellen ja eine ganz schöne Massenkonzentration dar). Mitfahren, beim Vorbild strengstens verboten, ist problemlos möglich und macht hier richtig Spaß!

Aprospos Vorbild: wer schön erhaltene Originale einschließlich Verladeanlage ("Rollbockgrube") studieren möchte, findet so etwas z.B. in Amstetten, dem Brechpunkt der berühmten Geislinger Steige. Hier zweigte einst eine Schmalspurbahn nach Oppingen ab- heute eine zauberhafte Museumsbahn!

Für unsere ersten Tests diente dieser Flachwagen, ein abgebordeter O-10-Typ. Er ist kein isoliertes Einzelstück, sondern gehört zu einem abgerundeten, kompletten Modellbahnsystem inklusive passender Straßenfahrzeuge im zwanzigfachen HO- Maßstab, auf der Bairail- Spur 12.25 Zoll. Wer mehr dazu wissen möchte:

     http://modellbahn-xxl.npage.de

 

 

 

 

Teil II der "Basics" ist da:

Lesen Sie rein, in unsere fesselnde Fachzeitschrift GARTENBAHNEN:

GB1504ParkbahnBasics_2.pdf

 

Interessant, nicht wahr? Eisenbahnmodellbau hat heutzutage eine fast unüberschaubare Vielfalt an Varianten! Merken kann ich mir das selber nicht. Aber die Tabellen sind ein gutes Hilfsmittel, um den Überblick nicht zu verlieren! Wie gesagt: ein Nachschlagewerk! Teil 3, der das ganze Maßstabssystem auch noch mit den echten, großen spurweiten zur Synthese bringt, ist übrigens im Heft 1/2017 zu finden!

 

Nun aber zurück zu den Potentialen der Expertenseite, nämlich aktuelle Ergänzungen, sozusagen "post scriptum":

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Expertenseite               (alt, Beiträge von November 2016 bis Mai 2017)

 

Unsere online- Depesche für die Aktiven          der Parkbahn- Szene: Kommentare, Rezensionen, Tests, Erfahrungsberichte. Presseecho und Klatschkolumne! Wir nehmen kein Blatt vor den Mund!

Beiträge und Bilder bitte via e-mail an den Webmaster senden! Vorhaben, Termine, Ideen, Kritik und Gedankensplitter natürlich jederzeit auch telefonisch!

Für Sofortreaktionen wird ein Eintrag im unserem Gästebuch erbeten!

Auch private Verkaufsanzeigen, fachbezogene Werbung oder Markthinweise sind möglich!

Kontakt: Bairail@freenet.de, 0991/23114

                                               01703018469

 

Thema Diesellok

Anknüpfend an unsere Bilder vom letzten Fahrtag ein paar Gedanken zur Zukunft der Diesellok: auf der Innotrans 2016 waren als Neuheiten ja auffallend viele Hybridloks zu sehen, d.h. Fahrzeuge mit elektrischer Speichertechnik erobern wohl auch bald den Schienenverkehr. Neue Diesellokmodelle sind sicher nicht mehr zu erwarten. VOITH hat ja mangels Nachfrage die Produktion im 2006 errichteten Lokwerk Kiel bereits wieder 2014 eingestellt. Vom DB- Zugpferd Gravita waren inklusive der Loks privater Besteller nur 165 Stück gebaut worden, die anfangs umjubelte Maxima blieb mit nur 20 produzierten Einheiten direkt eine Splittergattung! Die klassische, rein mechanische  Diesellok ohne Halbleiter- und Rechnertechnik scheint nicht mehr gefragt zu sein. Bei  zunehmendem Druck durch Umweltauflagen und zu erwartender weiterer Fahrdraht-Ausbreitung greifen die Kunden eher zur Lok aus der Drehstrom- Plattform: sie kann später mit Trafopaket anstelle des Dieselgenerators zur Ellok umgebaut werden. Bei der Baureihe 245 der DB sind die vier "Baustellen- Stromerzeuger" mit Caterpillar- Motoren ohnehin nur auf Palettensystemen seitlich eingeschoben! Dieses Fahrzeug soll Doppeltraktionen mit BR 218 ablösen. ( Bild: Mühldorf, Sommer 2015 )

 

Wir sehen: nach dem Abschied von der Dampflok rückt  nun auch das Ende für die Verbrennungsmaschinen in Sichtweite. Neben den klassisch- hydraulischen angetriebenen Fahrzeugen könnten auch die dieselelektrischen Lokomotiven mit herkömmlicher  Gleichstromtechnik (Ludmilla, class 66) in wenigen Jahren schon Kultstatus erreichen! Grund genug für uns, sich ein Objekt aus diesen Gruppen als Vorbild für ein Parkbahnmodell zu wählen!

 

19.11.2016, Dr. Wolfgang Baierl

 

 

 

Neues Buch

 

Nach den Kesselwagen nun die Drehgestell- Flachwagen: Band 8 der Güterwagen- Enzyklopädie von Stefan Carstens ist da! Eigentlich wäre für diese Bände (ich habe sie alle komplett im Regal stehen!)eine Verschreibungspflicht fällig, denn sie sind die absolute Droge! Tagelang arbeitet man sich in so eine Neuerscheinung hinein, ein Rausch der sensationellen Bilder, die auch um die Güterwagen herum so viel Eisenbahnwesen vergangener Zeiten näherbringen! Dazu die hervorragenden Rißzeichnungen für den Nachbau! (MIBA- Verlag, ISBN 987-3-89610-644-5, 50 Euro)

Fast noch besser: Der 1/2016 erschienene MIBA- Report von Stefan Carstens "Offene Selbstentladewagen", ISBN 978-3-89610-643-8, 15 Euro.

20.11.2016, Dr. Wolfgang Baierl

 

 

 

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Messe Köln/Friedrichshafen

 

Was waren das noch für Zeiten, als wir wie die Sardinen in die Autos gepresst nach Sinsheim fuhren. Immer Anfang Januar, mit Spannung erwartet.  Jedes Jahr aufs Neue,  immer in der freudigen Erwartung, es möge nur ja nichts Neues geben, denn wir Parkbahner sind ja so konservativ. Und in dieser Hinsicht wurde man ja nun wirklich nie enttäuscht! Wenn nicht der Reiz von Neuigkeiten, was war es dann , was  Sinsheim so attraktiv machte? Plötzliches Zusammenfinden der weit verstreuten Anhänger einer seltenen und in der Öffentlichkeit wenig gefragten Hobbysparte? Fruchtbares Zusammentreffen von Erfahrenen und Neu- Sympathisanten? Fesselnde Einblicke auf der einen, Erfolgserlebnis auf der anderen Seite. Erstmals Auftritt, Publikum und Applaus für so Vieles, was sonst nur jahrelang im Keller darbte! Im Vordergrund stand Kreativität, Improvisation und Gemeinschaftserlebnis. Gigantische Atmosphäre!

Und dann, in den piekfein sauber geleckten Hallen? Jetzt doch Messeneuheiten? Weit gefehlt. Aber sonst: Alles weg! Der allmähliche Niedergang wundert nicht. Als Ursache fand man: schwindende Attraktivität des Dampfthemas. Nun ist es raus: es wird geteilt. Zwei Locations im Jahreswechsel für den "Echtdampf" , beide an der äußersten Westgrenze unserer Republik.

Für uns Süddeutsche bleibt da nur eins: Republikflucht! Von Passau aus nur 80 km in die Nachbarrepublik hinein, nach Wels! Wer hier sein Fahrzeug ausstellt oder den Auftritt als Gastfahrer sucht, kann seine Siebensachen spielend anliefern. Die großzügigen Hallen laden Modellbauer jeglicher couleur ein, im Parkbahnbereich gibt es drei Anlagen mit 5, 7 1/4 und 12 1/4 Zoll Spur. Sollte die Attraktivität des Dampfthemas wirklich schwinden, hier gibt es endlich Neues: auch Verbrennungsantrieb und Elektrik sagen auf Hallengleis der digital- virtuellen Konkurrenz in Form von Computer und Smartphone den Kampf an! Nächster Termin: 21. bis 23.April 2017.

 

22.11.2016, Dr. Wolfgang Baierl

 

 

 

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Unser süddeutsches Expertentreffen

 

 

Auf vielen öffentlichen und  privaten Fahranlagen schaltet man gerne einmal im Jahr einen Sondertermin mit dem Ziel, die Aktiven der Szene zu einem zwanglosen Treffen ohne Pflichten im sonst vorherrschenden Fahrgasttransport  zusammenzuführen. Man hat Zeit für Gespräche. Man hat Gelegenheit, auch mal beim Fahrzeug des Kollegen unters Blech zu gucken und man kann Geändertes oder Neues aus eigener Produktion erproben, bei voll aktiver Infrastruktur der Gleisanlage!

Im Norden und im Westen unserer Republik nennt man so etwas ein "Insidertreffen". Englisch, Neudeutsch. Im Süden ist das anders. Dort ist bekanntlich das etwas eigene Volk der Bayern beheimatet. Die tragen, als Überbleibsel der Geschichte, auch heute noch viele Begriffe französischen Ursprungs in ihrem Wortschatz- der Grund für unsere Namensgebung. Unser "Süddeutsches Expertentreffen" gibt es seit 2013 und es war von Anfang an eine Erfolgsgeschichte! Jedesmal spektakuläre neue Modelle, stets steigende Teilnehmerzahlen und eine großartige Stimmung trotz notorisch widriger Wetterbedingungen zum früh im Jahr angesetzten Termin, vor Beginn der Fahrsaison.

Wie sich mittlerweile herumgesprochen hat, hat dieser durchschlagende Erfolg letztes Jahr aber auch einen "wortgewaltigen" Neider auf den Plan gerufen. Ein freier Mitarbeiter unserer Fachzeitschrift, bekannt durch sehr theoretisch gehaltene und meist wenig bebilderte Abhandlungen, hatte sich eben über unsere Namensgebung (was geht es ihn überhaupt an?) echauffiert! Unter dem übernommenen Titel- Revers "was bin ich froh, daß ich nicht dabei war, als..." einer in München erscheinenden Zeitschrift hatte er ein kunstvolles Schreiben verfasst(Text bei mir abrufbar). Klassische Saure- Trauben- Reaktion? Jedenfalls wurde dieses als Leserbrief in der Fachzeitschrift natürlich zurückgewiesen! Er hat es dann an verschiedene Stellen losgeschickt und nebenbei auch noch die Forderung erhoben, der DBC müsse uns diese Veranstaltung untersagen! Nur zur Info: der damals amtierende Vorsitzende des DBC war beim 2. Treffen 2014 in Waldkraiburg höchstselbst als begeisterter Experte mit von der Partie!

Unser Expertentreffen wurde von Anfang an als offene Veranstaltung beworben, mit Einladung über unsere Vereins- Websites und Anzeigen in der "GARTENBAHNEN". Ein weit gereister Teilnehmer in Peissenberg kam sogar aus Hannover. Also sicher kein geheimer Zirkel, der sich exclusiv als Elite darstellt. Und die Namensgebung, eine Anmaßung? Im Wikipedia finden wir "expert" lediglich als französischen Wortstamm für "erfahren", was genau den Kern des Sondertermins trifft: Unterscheidung vom Laien! Weiters lesen wir, der Begriff "Experte" sei mit keinerlei Rechtsanspruch verbunden und nicht geschützt. In völligem Gegensatz zum "Sachverständigen", der einer formellen gerichtlichen Bestellung  bedarf!

Im digitalen Zeitalter leidet der Hobbybereich Eisenbahn in allen Sparten an Nachwuchsmangel. Was da den größten Schaden anrichtet, ist, das Werk von Hobbykameraden schlecht zu machen oder andere Autoren hinter den Kulissen mit Briefterror zu sekieren. Gerade Neueinsteiger oder hoffungsvolle neue Autoren für unsere Fachzeitschrift werden sich da zurückziehen, was in unserer Szene leider traurige Tradition hat! Obengenanntes Schreiben mokiert sich unter anderem darüber, daß man "gerademal ein Dampflokmodell zu sehen bekommt". Und ein Foto zeige "nur Feldbahn-Löklein -und Straßenfahrzeuge".

Ich meine, wenn die in der "GARTENBAHNEN" vorgestellten Stoffpüppchen mit Köpfen aus 3D- Druck oder ein Feuerschirm aus Glas zur Parkbahn gehören, dann doch sicher erst recht unsere maßstäblich passenden, darüberhinaus funktionsfähigen und Fahrer wie Fahrgäste zum Aufsitzen einladenden Straßenfahrzeuge!

Übrigens: Nicht einmal Laien gegenüber haben wir uns abgegrenzt. Auch Zaungäste, die gerne fotografieren oder Videos aufnehmen, waren zum Expertentreffen ausdrücklich eingeladen und stets mit Begeisterung dabei, siehe youtube!

Ganz wichtig für eine Hobbyszene mit Zukunft ist meiner Meinung nach die positive Grundeinstellung und das Lob für alle Werke der Kameraden. Ich möchte da, wie immer , mit gutem Beispiel vorangehen! Und ich sage Dir, lieber Autorenkollege: Deine Modellfiguren für die Spur 5 sind wirklich excellent! Und Dein Konterfei habe ich natürlich sofort erkannt!

 

(Preisfrage: wie viele Wörter französischen Ursprungs haben wir jetzt im Text?)

 

23.11.2016, Dr. Wolfgang Baierl

 

Diesellok, Part II

Auch der zweite Hersteller, der noch Fahrzeuge mit klassischer Auslegung und Strömungsgetriebe produzierte, VOSSLOH Kiel, wurde von der Absatzkrise schwer getroffen. Eine große Sensation war im Jahr 2000 noch die Neuentwicklung G 2000, bekannt durch ihre asymmetrische Auslegung des Führerhauses. Nach 21 produzierten Einheiten folgten Varianten mit vollbreitem Führerhaus ( Produktion 48 Stück ) und Motorisierungen bis hin zum Zwanzigzylinder- Diesel mit 3670 PS, was absoluten Rekord für eine vierachsige Diesellok darstellt! Im Jahre 2010 lief die Produktion aus.

Nach Neuformierung des Konzerns zieht man in Kiel derzeit in ein neugebautes Werk um. Im Rahmen einer optimierten, schlanken Produktion sind die bekannten drei- und vierachsigen Dieselloks mit Mittenführerstand weiterhin am Markt.  Und ein sattes Auftragspolster aus Frankreich und den Benelux- Ländern gibt Sicherheit für die Zukunft! Die Bestellungen betreffen aber auch hier ausschließlich Lokomotiven mit Drehstrom- Kraftübertragung, sprich Elloks mit Generatorpaket!

 

02.12.2016, Dr. Wolfgang Baierl

 

 

20 Jahre GARTENBAHNEN

Vor 20 Jahren: die Erstausgabe unserer GARBA!

Klaus und Sascha Rabensdorf bestritten zunächst den Löwenanteil der Beiträge. Siegfried Baum war schon im ersten Heft mit einem Beitrag ("Modelleisenbahn in Spur 5") vertreten. Manfred Knupfer, Wilfried Wagner, Uwe K. Schuldt und Wolfgang Wiegand mischten ab 1997 in den frühen Ausgaben bereits mit.

Der einzige Autor, der von der Erstausgabe bis heute durchgehend aktiv vertreten war, ist Siegfried Baum. Lieber Siegfried, Respekt vor diesem Fleiß und dieser ausdauernden Leistung, auch wenn Deine Themen stets sehr eng fokussiert waren (nämlich auf Spur 5 und Dampf) und alles Neue kategorisch abgelehnt und in knallharten "Leserbriefen" vor und hinter der Bühne verfolgt wurde. Den Lauf der Zeit (Erfolg der Spur 7, Vordringen der Elektrotraktion und Etablierung der Funkfernsteuerung ) konntest Du ja doch nicht aufhalten!

Die ganz große Anerkennung im Hinblick auf den großen Erfolg der GARTENBAHNEN gebührt aber zweifellos Klaus Rabensdorf, der das regelmäßige Erscheinen einer Fachzeitschrift für unseren Kreativbereich über 15 Jahre hinweg mit großem Einsatz und viel Umsicht, Einfühlung und Kontaktfreudigkeit sicherstellen konnte. Auch die Kontinuität seines Werkes bis in die heutigen Tage hat er- wohl weitsichtig- mit der Übergabe in die Hände des Neckar- Verlags geschafft! Vielen Dank dafür!

 

06.12.2016, Dr. Wolfgang Baierl

 

 

Diesellok, Part III

In den Ausgaben 4/2010 und 2/2011  der "alten" GARTENBAHNEN gab es eine ausführliche Bestandsaufnahme zum Thema Verbrennungsantriebe im Parkbahnmodellbau zu lesen. Autor Dr. Wolfgang Baierl stellte damals verwirklichte, teilweise eigene Konzepte und im Bau befindliche Projekte dar ( Titel: "Der lange Weg zur richtigen Diesellok" ). Im zweiten Teil der Reihe wurden die fünf möglichen, grundsätzlichen Methoden der Kraftübertragung vom Motor zur Treibachse ausführlich dargestellt, nebst praktikabler Wege zur Umsetzung im Modell. Die Resonanz aus den Kreisen der aktiven Lokomotivbauer war gleich null. Christian Scherz war bekanntermaßen abonniert auf seine vorzüglichen Drehstromantriebe. Wer sonst Dieselloks nachbaute, blieb bei einem wesensfremden Akkuantrieb oder griff weiterhin zur Hydrostatik in Form des Eaton- Getriebes.

Umso erfreulicher, daß man nun im Heft 3/2016 erstmals über etwas Neues lesen durfte: über Bernd Schmidts Umsetzung einer Gleichstrom- Gleichstrom- Kraftübertragung, selbst gebaut unter Verwendung von Pufferbatterien. Vielleicht erkennen wir doch, welch enormes Potential für die Modellkonstrukteure in der vorbildgetreuen Umsetzung von Verbrennungslokomotiven steckt! Eine Herausforderung der Zukunft, während die Vorbilder schon eine bedrohte Gattung darstellen!

16.12.2016, Dr. Wolfgang Baierl

 

Glosse

 

Einen Feuerschirm aus Glas braucht der Gartenbahner?

 

Also, was ich da kürzlich in der Garba gelesen habe..., ich habs noch immer nicht ganz verstanden! Vielleicht kann mir mal jemand draufhelfen? Nach Titelbild ( ist das ein Feuerschirm? ) und Aufmachung zu urteilen, muß es sich ja wirklich um ein weltbewegendes Thema mit geradezu umwerfenden neuen Erkenntnissen handeln, denen man da auf die Schliche gekommen ist. Aber, es wird einfach nicht ganz klar: brauchen wir ihn nun, oder doch nicht so ganz unbedingt, den Feuerschirm aus Glas? Anscheinend lösen wir damit ja alle unsere Probleme auf einen Schlag: Konvektion, Wärmeleitung und –strahlung!

Aber halt, wir haben doch noch gar keine Lok! Wie man die baut, war gar nicht erklärt. Ist auch egal, seis drum, Träumen und Luftschlösser bauen ist eh viel schöner als sich in der Werkstatt die Finger schmutzig zu machen. Und so steigert sich im weiteren Text die Begeisterung ins Grenzenlose, der Text überschüttet uns nur noch mit Fachausdrücken und mathematischen Formeln, Beziehungen und Gleichungen und viel Eigenlob, dazu fordert er uns auch noch das große Latinum ab. Richtig schön,zu sehen, wie einem da voller Begeisterung für ein fesselndes Thema total die Pferde durchgehen können. Geht mir genauso!

Nur, wenn ich jetzt noch weiterlese, und zu folgen versuche,wie ein rasend schnellerBogen zur Weltraumfahrt, zum Calciumoxid und zur Knallgasexplosion gespannt wird-

 

ja, da finde ich mich jedesmal wieder plötzlich versetzt in die berühmte „Transrapid- Rede“ unseres hochgeschätzten früheren bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber. Geht es Euch nicht genauso?

 

31.12.2016, Wolfgang Baierl

Zur Erläuterung:

Bei der Konstruktion eines Dampfkessels geht es darum, eine Feuerstelle mit einem wassergefüllten Druckbehälter so zu umkleiden, daß ein möglichst verlustfreier Wärmeübergang auf das Medium Wasser erfolgen kann. Die Bemühungenen um eine gute Ausnutzung des Brennstoffes laufen einerseits dahin, einen möglichst langen Weg für die Verbrennungsgase mit großer Kontaktfläche herzustellen.  Andererseits muß aber auch überall eine ausreichende Kühlung der Mantelflächen durch Kontakt mit Wasser gewährleistet sein, denn alle metallischen Werkstoffe werden bei ungeschützter Befeuerung heiß und weich, sprich, es droht die Explosion!

Standardtyp in allen technischen Bereichen ist deshalb der Wellrohrkessel, insbesondere im Schiffbau und bei stationären Anlagen. Er nutzt besonders materialsparende, rein kreisrunde Konstruktionselemente: innen, für den Feuerraum ein durch ziehharmonikaartige Wellen versteiftes Rohr, hinter der Rohrwand die Rauch- und ggf. Heizrohrbündel. Außenherum finden wir ebenfalls eine einheitlich kreisrund geformte Ummantelung, die den Innendruck verformungsneutral aufnimmt, so, wie man das auch beim Flugzeugrumpf schätzt! Leider haben wir auf der Schiene, im engen Lichtraumprofil unserer Bahnnormen, dafür keinen Platz! Höchstleistungen wurden nur möglich durch die sehr aufwendigen Stehbolzen- Konstruktionen, die den Feuerraum mit einem dünnwandigen, eckig geformten Wassermantel umschließen. Der darin eingebaute, horizonal angeordnete Feuerschirm dient dazu, Wegstrecke und damit Kontaktzeit der Feuergase zu verlängern, bevor sie durch den Kamin verschwinden, ganz ähnlich wie bei beim klassischen Kachelofen!

Nun bleibt aber immer noch das gewaltige Problem einer immensen Wärmeabstrahlung des gesamten, riesigen Systems nach außen. Kann man diese nicht anderweitig nutzen, wie das bei stationären Anlagen zur Energieversorgung möglich ist, verbleibt ein insgesamt sehr bescheidener Wirkungsgrad ( s. auch Begriff " Heizhaus" )! Der Dieselmotor, mit seiner "inneren Verbrennung", verbessert diesen Wert zwar um den Faktor zwei bis drei, landet dabei aber immer noch bei enttäuschenden 25 %. In Anbetracht dieser insgesamt sehr spärlichen thermodynamischen Bilanz scheint es also sehr fragwürdig, ob der Feuerschirm überhaupt einen nennenswerten Effekt zeitigen kann!

Zuletzt muß man noch anfügen: je kleiner so eine Anlage ist, desto größer werden im Verhältnis zum Rauminhalt die Oberflächen und damit die Energieverluste! Ein Umstand, der z.B. auch in der Biologie Auswirkungen hat und den sehr kleinen warmblütigen Organismen aus den Reihen der Säugetiere und Vögel ausnahmslos ein kurzes Leben beschert! Einfachere Dampfloks verzichten auch beim Vorbild auf den Feuerschirm. Muß man sich darüber also Gedanken machen, insbesondere über die Materialwahl, wenn man Miniaturen der Spur 5 baut?

Und noch etwas geht einem durch den Kopf: wie viel Prozent der Leser verfügen denn über eine eigene, selbstgebaute Dampflok? Und wieviel Prozent hätten gerne eine? Wäre es da nicht besser, richtig praktische Anleitungen rüberwachsen zu lassen, anstatt sich als großen Zampano zu feiern? Allgemeine Baugrundsätze, Richtlinien zur Dimensionierung und alles was man so als Starthilfe brauchen kann! Bitte keine unerprobten Uralt- Baupläne, die nur auf Irrwege führen, sondern Hilfe zur Selbsthilfe. So viel neues, nun echt wissenschaftlich begründetes Ingenieurwissen ist seit Drucklegung der antiken Schinken von Garbe, Gölsdorf und Co. dazugekommen! Es kann uns behilflich sein, fertigungstechnisch  machbare, praxistaugliche, leistungsfähige und langlebige Fahrzeuge auf die Parkbahn- Gleise zu stellen. Nur das Selber- Probieren, das Einbringen eigener Ideen auf Basis der persönlichen Talente und der individuellen Werkstattausrüstung gewährleistet, daß man da langfristig "bei der Stange" bleibt. Gemäß meiner alten Devise: "wer baut, hat recht!"

Sehr gut gefällt mir da die Fortsetzungsreihe von Rudi Erteld. Er beschreibt zwar einerseits (spaßhaft) bis in die Extreme, wie man an eine schon fertige, fremde Dampflok kommt, lässt dann aber wirklich brauchbare Anleitungen zum Selbstbau einer einfachen Dampflok folgen- mit Hausmitteln! Erstmals gibt es hier Einblick in die wirklich relevanten Punkte der Dampflok- Konstruktion im Parkbahn- Format. Natürlich ist das Ziel hier nicht ein Juwel aus der Ahnenreihe der deutschen Einheitsloks oder eine Heißdampf-Gelenklok mit mehrstufiger Dampfdehnung, Stoker- Einrichtung und Tenderdrehgestell- booster, sondern eben das Minimum zum Bauen und Fahren: mit Einachsantrieb! Mit Blick auf den "David" kann man da nur sagen: "der Spatz in der Hand ist mir lieber als die Taube dem Dach!"

 

14.01.2017, Dr. Wolfgang Baierl

 

Diesellok- News, Part IV

 

Keine Überraschung: auch der superstarke Diesel für schwere Güterzüge, die Baureihe 232/233, hat jetzt einen würdigen Nachfolger, der im Großraum Halle/Saale schon im Einsatz steht. Keine Überraschung:  dem Trend der Zeit folgend, steckt auch im Nachfolger Drehstromtechnik, die der altvertrauten Turbo-Hydraulik und auch der klassischen Gleichstrom- Kraftübertragung nun wohl endgültig das Wasser abgegraben hat.                         Keine Überraschung: wieder eine gewaltige, eindrucksvolle Maschine mit Kastenaufbau und Endführerständen, in der Gesamtlänge dem Vorgänger durchaus ebenbürtig!

Aber, Überraschung: es geht jetzt tatsächlich gleisschonend vierachsig ????

Und das bei Leistungsdaten, die in die in Richtung 4000 PS zielen???

Wenn das klappt, dann Gratulation an SIEMENS und DB! 

 

Im Youtube gibt es ein sehr schönes Video, das den neuen Vectron, Baureihe 247 der Deutschen Bahn, auch in Nahaufnahmen und bei langsamen Rangierfahrten von beiden (unterschiedlichen!) Seiten zeigt. Faszinierend: der transparente, voll einsehbare Kühlerraum!

Klicken Sie mal rein:

 

https://youtu.be/e5oqjs5POIs